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Nachrichten

Fakten über ungarische Wohnimmobilien

Napi.hu, 06.06.2017 – Laut einer aktuellen Umfrage sind fast ein Drittel der bewohnten Wohnungen in Ungarn aus Ziegel und Mörtel. Der Anteil der Wohnungen in Betonhochhäusern beträgt 14 Prozent, während die aus Lehmziegeln einen Anteil von 13% haben. In Budapest befindet jede vierte Wohnung in einem Betonhochhaus. Landesweit haben ein Drittel der bewohnten Wohnungen drei Zimmer, während 31 zwei und 29 Prozent vier oder mehr Zimmer haben. Die durchschnittliche Wohnfläche ist seit 2011 um 6 Prozent gestiegen und beträgt derzeit 84 m2. In Budapest ist der Anteil von Wohnungen mit einer Wohnfläche von 40 oder weniger Quadratmetern 15 Prozent, dreimal mehr als der Landesdurchschnitt.

2016 hatte jede Wohnung durchschnittlich 2,49 Einwohner. Die Einwohnerdichte ist in Budapest am niedrigsten (2,15 Personen pro Wohnung) und in kleinen Siedlungen die höchste (2,75 Personen pro Wohnung). Im vergangenen Jahr waren mehr als 12 Prozent der registrierten 4,4 Millionen Wohnungen unbewohnt, und die Tendenz steigt. Die Zahl der unbewohnten Wohnimmobilien wächst infolge der abnehmenden Bevölkerung, der Alterung der Bevölkerung der kleinen Siedlungen, der Migration aus den Dörfern und auch wegen der wachsenden Tendenz, Wohnungen in Städten als Büros zu nutzen.

 

Gesichtspunkte, die ungarische Wohnungskäufer berücksichtigen

Napi.hu, 29.05.2017 – Laut einer aktuellen Umfrage erwerben Ungarn ihre erste eigene Wohnimmobilie im Alter von 27 Jahren, und zwei Drittel ziehen dann nicht mehr aus. Zwei Drittel von denen, die später doch eine andere Wohnung erwerben, bleiben in der gleichen Ortschaft. Mehr als zwei Drittel der Befragten haben maximal drei Monate mit der Wohnungssuche verbracht und ein Drittel (30 Prozent) brauchten dazu weniger als einen Monat. Nur 17 Prozent verbrachten mehr als sechs Monate mit der Suche nach ihrem Traumhaus. Die Mehrheit der Käufer (63 Prozent) besichtigt vier oder mehr Immobilien, aber ein Fünftel (19 Prozent) hat die erste gekauft, die sie besichtigt hatten. Der wichtigste Aspekt bei der Wahl ist nicht überraschend der Preis (66 Prozent entscheiden aufgrund des Preises und 40 Prozent der verfügbaren Mittel), aber Standort (52 Prozent) und Zustand (43 Prozent) sind ebenfalls wichtig. Für nur 5 Prozent der Käufer ist es von Bedeutung, ob die Immobilie neu oder gebraucht ist.

Ferienhausmarkt am Plattensee: starker Jahresstart

Napi.hu, 25.05.2017. – Laut einer großen Immobilienagentur haben in den ersten vier Monaten des Jahres rund 600 Immobilien um den Plattensee ihre Besitzer gewechselt. Die Mehrheit der Käufer sind immer noch Ungarn, und die Preise in den beliebtesten Regionen entsprechen denen in Budapest. An Orten mit schwierigerem Zugang aus der Hauptstadt – vor allem mit öffentlichen Verkehrsmitteln –, z.B. in Badacsonytördemic, Badacsonytomaj und Balatonberény, liegen die Durchschnittspreise bei HUF 100-150.000 pro Quadratmeter. In Balatonfüred dagegen kosten Ferienwohnungen 575.000 HUF, und die in Tihany holen über 700.000 HUF, während die direkt am Seeufer bei HUF 1.000.000 sogar noch teurer sind.

Am südlichen Ufer des Sees gibt es immer noch ein wachsendes Interesse für Ferienimmobilen oder sogar Baugrundstücke, die näher am See liegen. Liegenschaften, die weiter vom Wasser entfernt sind, sind verständlicherweise weniger gefragt – vor allem, wenn es sich um mehrstöckige Familienhäuser mit 200 Quadratmetern oder mehr handelt, meistens aus der “Zimmer Frei”-Periode vor etwa zwanzig oder mehr Jahren.

Wohnungsbau-Boom am Plattensee

Napi.hu, 24.05.2017 – Viele neue Wohnungen werden am Plattensee gebaut und die Preise am Velence-See steigen ebenfalls. Nach Angaben von KSH, dem Nationalen Statistischen Amt von Ungarn ist Wohnungsbau auch auf dem Vormarsch. Am Plattensee vermehren sich auch die Wohnungsbauprojekte. Nach der Anzahl der Baugenehmigungen und Bauvorhaben in der Planungsphase wird die Anzahl der übergebenen Wohnungen in den nächsten Jahren kulminieren. Die Käufer bevorzugen zunehmend neu gebaute Eigentumswohnungen in Mehrfamilienhäusern mit Panoramaausblick direkt am Seeufer. Diese haben deutlich höhere Preise, nicht nur wegen ihrer besseren Eigenschaften, sondern auch weil die Anzahl der Baugrundstücke mit direktem Anschluss an das Wasser abnimmt.

Auch wenn die Preise am Velence-See niedriger sind als die des Plattensees, haben einige Faktoren auch hier einen Preisdruck ausgeübt. Zuerst werden die Auswirkungen des sich belebenden Wohnungsmarktes von benachbarten Székesfehérvár auch in der Umgebung der Stadt gespürt. Zweitens liegen einige Siedlungen rund um den Velence-See vergleichsweise nah an Budapest, und so können sie eine gute Alternative für Käufer aus der Hauptstadt bieten.

Wohnimmobilienmarktbericht

Napi.hu, 12.05.2017 – Laut einer aktuellen Wohnimmobilienmarktbericht von MNB, der Nationalbank von Ungarn, haben sich die Preise im vergangenen Jahr in Ungarn im Durchschnitt um 15,4 Prozent erhöht. Die Erhöhung kann sich 2017 fortsetzen, aber die Tendenz wird schwächer. Budapest erlebte mit 22,5 Prozent den höchsten Zuwachs, der aber immer noch niedriger ist als die 25-30 Prozent der Vorjahre. Der heimische Wohnimmobilienmarkt ist nach wie vor von steigenden Preisen und einem wachsenden Umsatz geprägt, und die Angebotsseite hat auf die gestiegene Nachfrage mit einem deutlichen Anstieg der Bautätigkeit reagiert. Der Bericht, der in diesem Jahr zum dritten Mal veröffentlicht wurde, behauptet, dass die Zunahme der Nachfrage von günstigen Trends im Haushaltseinkommen und am Arbeitsmarkt sowie von niedrigen Zinsen unterstützt wurde. Laut MNB-Experten sind weder das zunehmende Volumen der Wohnungskredite noch die wachsenden durchschnittlichen Wohnungspreise ein Zeichen der Überhitzung.

Änderungen in der Besteuerung der Wohnungsvermietung

napi.hu, 09.05.2017 – Laut einer neuen Analyse von einem der größten Immobilien-Trading-Websites von Ungarn wird das zukünftige Steuergesetz den HUF 110-130 Milliarden Wohnungsvermietung-Markt komplett umgestalten. Die Mietpreise in Budapest werden sich nicht mehr erhöhen, aber in anderen Städten gibt es noch Raum für eine Belebung, vor allem auf der Nachfrageseite. Die Experten erwarten nicht, dass dies einen Anstieg der Preise verursachen wird, weil die überarbeitete Steuergesetzgebung nächstes Jahr die heutigen Zahlungsverpflichtungen grundsätzlich halbieren wird.

Laut Pläne würde der 14-prozentige Gesundheitsbeitrag, der für Vermietungseinnahmen von über 1 Million HUF pro Jahr zu leisten ist, abgeschafft. Die Einnahmen werden lediglich einer 15-prozentigen Einkommensteuer unterliegen, was bedeutet, dass die derzeitige durchschnittliche Miete von HUF 130-135 Tausend nicht steigen wird – nicht zuletzt, weil sich die Kunden höhere Mieten nicht leisten können. Der durchschnittliche Mietpreis entspricht bereits zwei Drittel des Durchschnittsgehalts in Ungarn.

Verlangsamung des Wohnimmobilienmarktes

napi.hu, 04.05.2017 – Laut der Schätzung einer großen Immobilienagentur haben im April insgesamt 10,6 Tausend Wohnungen ihre Eigentümer gewechselt,  also 16 Prozent weniger als vor einem Jahr. Schlechtes Wetter und die Osterferien hatten einen schlechten Einfluss auf den Immobilienmarkt, der nach dem Boom im März im letzten Monat deutlich bescheidenere Zahlen verzeichnen konnte. Trotzdem sind 10.575 Transaktionen immer noch eine der höchsten Werte seit dem letzten Sommer, obwohl sie 16 Prozent weniger sind, als vor einem Jahr. Laut der Schätzung der Agentur wurden in den ersten vier Monaten des Jahres 40.175 Immobilien verkauft, 13 Prozent weniger als die 46.000 Transaktionen in der gleichen Periode des Vorjahres.

Wie Kriminalität die Wohnungspreise beeinflusst

Theoretisch gibt es eine starke Korrelation zwischen der Kriminalitätsrate und den Immobilienpreisen einer Nachbarschaft: Sicherheit hat einen klar definierten Marktwert. Doch in Wirklichkeit ist diese Beziehung nicht so einfach: „Wie oftmals, steckt der Teufel im Detail“, behauptete ein Immobilienmarkt-Analytiker. 60-70 Prozent des Preises einer Wohnung hängt von den konkreten Eigenschaften der Immobilie ab. Der Rest wird von der Qualität der Nachbarschaft und der Quantität und Qualität der Dienstleistungen, die vor Ort zur Verfügung stehen, bestimmt. Kriminalität und Sicherheit haben einen starken Einfluss, aber wir müssen auch überlegen, welche Art von Verbrechen die Statistiken eigentlich erwähnen.

Zum Beispiel, obwohl laut der Angaben von www.police.hu die Kriminalitätsrate pro 1000 Einwohner in der Innenstadt von Budapest die höchste ist, sind Wohnungen hier immer noch unter den teuersten in der ungarischen Hauptstadt: der durchschnittliche Angebotspreis von HUF 515 Tausend im Jahr 2014 erhöhte sich bis 2016 auf HUF 862 Tausend. Die Bezirke, die am stärksten von Einbrüchen betroffen sind, sind in der Mitte von Buda (mit der Ausnahme von Bezirk I.), und obwohl die Zahl der gemeldeten Fälle in allen von ihnen um 30-50 Prozent sank, sind Einbrüche im Vergleich zur Zahl der Einwohner immer noch sehr häufig.

Wohnungskäufer durch Preise abgeschreckt

Napi.hu, 06.04.2017 – Laut der Transaktionsvolumen-schätzung einer großen ungarischen Immobilienagentur wurden im März 11 560 Wohnungen in Ungarn verkauft. März war ein starker Monat auf dem Immobilienmarkt, weit stärker als die zweite Hälfte des Jahres 2016, auch unter Berücksichtigung der 7 Prozent Rückstand im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres. Der Rückfall wurde durch den früheren Anstieg der Immobilienpreise verursacht, die den Markt gezwungen hatten, tief einzuatmen, während potenzielle Käufer auswarteten, um zu sehen, wie sich die Preise in der Zukunft gestalten.

Das Transaktionsvolumen im März und bereits die erhöhte Nachfrage im Februar deuten auf eine Rückkehr der Käufer auf den Markt hin, was bedeutet, dass die Wartezeit für niedrigere Preise vorbei ist. Dies wird auch durch den steigenden Anteil der Käufer gegenüber Anlegern unterstützt. Insgesamt wurden im ersten Quartal 2017 in Ungarn 29,6 Tausend Immobilienkaufverträge abgeschlossen. In 2015 und 2016 lag die gleiche Zahl etwas über 30 Tausend, während sie 2013 nur 18 Tausend war.

Experten erwarten einen Boom im Wohnungsbau

Napi.hu, 03.04.2017 – Nach Ansicht der Experten kann die Zahl der Wohnungen, die in diesem Jahr gebaut werden, erheblich ansteigen, aber eine Änderung der Mehrwertsteuergesetzgebung und der Mangel an Fachkräften können eine unvorteilhafte Wirkung auf die Bauindustrie haben. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass die Anzahl der Eigentumswohnungen in diesem Jahr wieder so hoch wie 2010 sein wird, aber auch die 10 Tausend Neuwohnungen im vergangenen Jahr waren ein Vier-Jahres-Rekord. Experten basieren ihre Schätzung auf die Anzahl der Baugenehmigungsanträge vor allem in der Peripherie von Budapest, in größeren ungarischen Städten und in der Nähe des Plattensees, vor allem infolge der 5 Prozent Mehrwertsteuer. Dieser Mehrwertsteuersatz wird voraussichtlich nur bis 2019 in Kraft bleiben, so dass – wegen der Dauer eines Baugenehmigungsverfahrens – die Entwickler nur noch ein Jahr Zeit haben, um neue Projekte zu starten.

Zu hohe Preise auf dem Immobilienmarkt

napi.hu, 05.01.2017 – Eine frische Umfrage des Ungarischen Statistischen Amtes ergab, dass die Hälfte aller ungarischen Wohnimmobilien weniger als 10 Mio. HUF wert ist und ein Drittel in die HUF 10-20 Mio. Kategorie fällt. Nur jede zehnte Immobilie ist mehr als 20 Millionen HUF wert und weniger als fünf Prozent hat einen Wert von mehr als 30 Millionen HUF. Eine Wohnung, deren Angebotspreis unrealistisch ist, kann nur mit großen Schwierigkeiten verkauft werden, egal wie stark der Markt ist. Die Feststellung des perfekten Preises ist ein wichtiger Aspekt eines erfolgreichen Verkaufs und erfahrene Immobilien-Agenten haben deutlich den Vorsprung hier.

Übertreibungen können in den meisten Fällen einem von zwei Hauptgründen zugeschrieben werden. In vielen Fällen ist der Eigentümer auch emotional an das Eigentum gebunden und wird versuchen, das auch in der Preisvorstellung zu reflektieren. Ein weiterer Grund ist der Mangel an Erfahrung: In ihrem ganzen Leben haben die meisten Menschen die Möglichkeit, nur zwei oder drei Immobilien zu verkaufen, im Gegensatz zu Immobilienmaklern, die dank ihrer Berufserfahrung einen besseren Überblick über die Marktpreise haben.

Angaben über die ersten Wohnungen

napi.hu 14.12.16 – Das Bedürfnis und die Gelegenheit tauchen für junge Leute immer später auf, ihre erste eigene Wohnung und Haushalt zu erwerben. Nach Angaben des Ungarischen Statistischen Amtes verließen junge Ungarn das Familienheim in den vergangenen 10 Jahren mit einem Durchschnittsalter von 27,5 Jahren.

Während dieser zehn Jahre zogen insgesamt 280.000 junge Menschen in ihr erstes neues Zuhause, 75 Prozent davon starteten ihr neues Leben als stolze Besitzer. Vor zehn Jahren betrug der durchschnittliche Kaufpreis des ersten Zuhauses 9 Mio. HUF (ca. 28.650 EUR mit dem heutigen Wechselkurs) und diese Summe kaufte eine Studiowohnung oder ein Apartment mit einem Schlafzimmer.

Dies hat sich auch in den letzten zehn Jahren geändert, obwohl eine Summe von HUF 9 Millionen scheint nicht viel, wenn wir auch die Immobilen in kleinen Siedlungen und kleinen Städten hinzuzählen. Eine Wohnung, die vor zehn Jahren für HUF 9 Millionen gekauft wurde, kann heute zweimal so viel wert sein. Nur wenige Glückliche können ihre zweite Wohnung kaufen, ohne die erste verkaufen zu müssen. Die Mehrheit fügt HUF 3 bis 4 Millionen zu dem Verkaufspreis und kauft eine Wohnung mit ein oder zwei Schlafzimmern mehr.

Sinkende Wohnungspreise am Horizont?

Napi.hu, 29.11.2016 – Es gibt Anzeichen für eine Verlangsamung des Immobilienmarktes, nicht nur in der Innenstadt von Budapest, sondern auch in den abgelegenen Bezirken wie Süd-Pest. Die Preise stagnieren, aber Experten glauben, in naher Zukunft können sie sogar beginnen zu sinken. Die Immobilienmakler sind sich einig, dass die Verkaufspreiserhöhung aufgehört hat und auf früheren, hohen Ebenen schwebt, aber jedes weitere Angebotswachstum kann zu niedrigeren Preisen führen. Eine Quelle dieses Wachstums könnte die Folge der Wechselkursgrenze sein, die die monatlichen Raten von Darlehen, die auf eine Fremdwährung lauten, erhöhen könnte, was wiederum die Eigentümer dazu zwingen würde, ihre Immobilien zum Verkauf anzubieten. Dies könnte zu einem Preisrückgang von 5-10 Prozent führen. Allerdings hat sich die Verhandlungsmarge noch nicht erhöht. Besitzer von Wohnungen halten aus und sind nicht bereit, Nachlässe von mehr als 5 Prozent zu geben. Im Falle von Einfamilienhäusern können die Käufer ein wenig mehr, bis zu 5-12 Prozent erreichen.

 

Ruinierte Wohnungen im Zuge von Airbnb

Napi.hu, 15.11.2016 – Airbnb verursacht weltweit immer mehr Probleme. Das System hat auch eine steife Opposition, denn es stellt Konkurrenz für die Hotellerie dar, reduziert die Anzahl der Wohnungen, die für eine langfristige Vermietung zur Verfügung stehen, und führt auch zu steigenden Mietpreisen. Die Situation ist die gleiche in Budapest, wo sich viele Airbnb Gastgeber bereits enttäuschen mussten.

Zahlreiche Besitzer schlossen sich vor ein oder zwei Jahren dem Airbnb-Zug mit hohen Hoffnungen an. Einige hatten nur eine Wohnung und jetzt müssen viele von ihnen zugeben, dass sie etwas Besseres erwartet haben. Ihre Immobilien wurden von den ausländischen Touristen demoliert, der Umsatz war weniger als sie gehofft hatten und Airbnb erfordert viel mehr Arbeit und Aufmerksamkeit als die langfristige Vermietung einer Wohnung.

Kurzfristige Wohnungsvermietung benötigt eine aktive Vermarktung, man muss mit den Terminen von wichtigen Veranstaltungen in der Stadt im Klaren sein und die Preise entsprechend ändern, und sowohl die Wohnung als auch die Gäste brauchen ständige Aufmerksamkeit. Wenn man seine Wohnung einfach für EUR 40 pro Nacht inseriert und dann für das Beste hofft, wird man bitter enttäuscht.

Preisausblick für Wohnimmobilien

napi.hu, 05.10.2016. – Die Preiserhöhungserwartungen für gebrauchte Wohnimmobilien in Budapest sind fast die gleichen wie im Vorquartal. 28 Prozent der Befragten einer Umfrage erwarten, dass die Preise weiter steigen werden und 19 Prozent sagten, sie würden nach unten gehen. Die erwartete durchschnittliche Gesamtpreiserhöhung für Budapest ist nach wie vor etwa 1 Prozent. Eine materielle Steigerung von rund zwei Prozent wird in Buda und in den gehobenen Teilen der Pester Innenstadt erwartet. Was die östlichen und westlichen Teile des Landes betrifft, prognostiziert die Umfrage einen Preisanstieg von 2 beziehungsweise 3 Prozent, während die starken regionalen Unterschiede nach wie vor vorherrschen werden. Das bedeutet, dass der nationale Index wieder so hoch, wie er vor sechs Monaten war, während der für Budapest etwas niedriger ist. An den Antworten gemessen werden sich die Preise von Baugrundstücken in den nächsten 12 Monaten um 3-6 Prozent erhöhen.

Steuerbehörde: Änderungen geplant

napi.hu, 05.10.2016. – Die geplanten Änderungen sollten Steuerzahlern eine echte Chance geben, ihre Streitigkeiten mit der Behörde zu gewinnen (derzeit werden 80 Prozent aller eingeleiteten Rechtsstreiten von NAV, der ungarischen Steuerbehörde gewonnen) und dafür sorgen, dass ehrliche Steuerzahler weniger häufig durch die Behörde belästigt werden. Doch unabhängige Experten sagen, dass es keine gute Idee wäre, anonyme Informanten zu ignorieren (das ist nämlich eine andere Änderung, die von NAV vorgenommen wurde), weil sie eine unersetzliche Informationsquelle sind.

Das Management der Behörde behauptete, NAV sollte Steuerzahlern auch mehr Möglichkeiten geben, ihre Schulden zu bezahlen. Derzeit unterliegen unbezahlte Steuerpflichten Zwangseintreibung am zweiten oder dritten Bankarbeitstag nach ihrer Fälligkeit. Die erwähnten Experten warnen jedoch, dass Beschlagnahme vor Ort teurer ist, als Mahnungsbriefe oder Sofortinkassos von dem Bankkonto des Steuerzahlers.

Vorstädte verlieren an Beliebtheit

napi.hu, 2016.09.26. – Die Bevölkerung von Budapest wird um fast 0,6 Prozent pro Jahr grösser, während die Siedlungen in der Umgebung der Hauptstadt schnell an Popularität verlieren. Die inneren Bezirke von Budapest sind mehr und mehr attraktiv für zahlungsfähige Wohnungskäufer, was sich auch in steigenden Preisen niederschlägt. Vor zehn bis fünfzehn Jahren waren Budapest und einige größere ungarische Städte von „Slumming“, einem in Westlichen Großstädten bekannten Phänomen bedroht, das heißt von der drastischen Verschlechterung des Lebensstandards in den inneren Bezirken. Entwicklungsprojekte konnten jedoch diese Tendenz umkehren und jetzt zeigen potenzielle Käufer wieder ein verstärktes Interesse an der Innnenstadt. Zur gleichen Zeit verlangsamt sich das Bevölkerungswachstum von Ballungsgebieten: während an der Jahrtausendwende einige dieser Siedlungen eine jährliche Wachstumsrate von bis zu 4-7 Prozent registrierten, gibt es heute kaum eine, die mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1 Prozent pro Jahr wächst.

CSOK fährt träge los

napi.hu, 27.09.2016. – Die anfängliche Begeisterung hat nachgelassen und CSOK (die staatliche Wohnungsbeihilfe für Familien) scheint momentan noch keine Erfolgsgeschichte zu sein. Laut Immobilienmakler ist das schwerwiegendste Problem die Trägheit des Genehmigungs- und Auszahlungsverfahrens, was Bauunternehmern extreme Schwierigkeiten verursacht. CSOK ist kein Bankkredit, den Sie bereits während der Bauphase anwenden können. Die Summe der Beihilfe muss entweder durch den Käufer oder den Entwickler vorfinanziert werden. Die meisten Bewerber warten immer noch auf ihr Geld, obwohl sie ihren Vertrag vor Monaten unterzeichnet haben. Die Banken lehnen die eingereichten Dokumente regelmäßig ab und fordern neue oder zusätzliche Informationen oder Änderungen an. Aufgrund der schlechten Erfahrungen der vergangenen Monate verhandeln Entwickler und Bauunternehmer nicht gerne mit CSOK-Kunden und bitten die Immobilienmakler, keine Käufer zu engagieren, die den Kauf ihrer neuen Wohnung mit CSOK finanzieren wollen.

Untermietersteuer droht? – Das Ministerium reagiert

napi.hu, 12.09.2016 – Gerüchte einer neuen „Untermietersteuer“ haben sich in letzter Zeit verbreitet, so hat das Wirtschaftsministerium eine Mitteilung herausgegeben, um die Situation zu klären. Die Vermietung von Wohnungen ist seit mehr als 25 Jahren Einkommensteuerpflichtig, das ist also keine Neuheit. Die Regeln sind klar: das Anbieten einer Wohnung über einen Online-Marktplatz wird als steuerpflichtiger Unterkunftsbetrieb betrachtet, der Vermieter muss eine Steuernummer haben und sich beim dem örtlichen Notar registrieren lassen. Die langfristige Vermietung einer Wohnung oder eines Teils davon, z.B. an einen Untermieter ist auch Steuerpflichtig, aber der Vermieter muss keine Steuernummer haben.

Nach Angaben des Ministeriums haben die Online-Marktplätze zweifellos neue Möglichkeiten für ungarische Vermieter geschafft. Die Nationale Steuer- und Zollbehörde hat im Frühjahr 2016 mit einer systematischen Analyse der Situation begonnen. Auf der Grundlage der aus nur einem einzigen Online-Marktplatz gesammelten Angaben wurden im Mai 8299 Mietobjekte von 5206 Vermietern angeboten.

Wie soll man den Gewinn vor Steuern aus einem langfristigen Wohnungsmietvertrag berechnen?

napi.hu, 13 September 2016  – Es gibt zwei Möglichkeiten, den Gewinn vor Steuern aus einer langfristigen  Wohnungsmietvertrag zu berechnen. In der ersten Methode kann der Vermieter jede nachprüfbare Kosten (Kosten der Versorgungsbetriebe, Erneuerungskosten usw.) und den Wertverlust aus den erzielten Einnahmen abziehen.

Der Vermieter kann auch eine Kostenpauschale von 10 Prozent aus den erzielten Einnahmen abziehen. Vierteljährlich wird ein Steuervorschuss gezahlt und die Einnahmen sollen in der Steuererklärung unter „Mit eigenständiger Geschäftstätigkeit erzielte Einnahmen“ eingetragen werden. Der Steuersatz  beträgt 15 Prozent. Wenn in einem Steuerjahr die Einnahmen einer Privatperson aus Immobilienvermietung HUF 1 Million übersteigen, muss sie auch einen 14-prozentigen Sozialversicherungsbeitrag zahlen.